
Das perfekte 1 X 1: Starke Motorenleistung X geringes Gesamtgewicht
Der Dallara Stradale ist das Ergebnis von 50 Jahren Rennsporterfahrung und die Erfüllung eines Traums von Ingenieur Giampaolo Dallara. An seinem 80. Geburtstag fuhr er das erste Modell selbst – ein symbolischer Neubeginn. Der Stradale ist ein Auto für jeden selbstgewählten Feiertag, für das pure Fahrerlebnis, inspiriert vom Freiheitsgefühl eines Motorrads, aber mit vier Rädern. Dank über 40 Jahren Aerodynamikforschung entstand ein ultraleichtes, mechanisch pures Fahrzeug, das ohne unnötige Elektronik auskommt. Ob auf der Straße oder noch besser auf der Rennstrecke – hier geht es nur um eines: den totalen Fahrspaß! Der Dallara Stradale vereint Leichtbau, Aerodynamik und leistungsstarke Technik zu einem außergewöhnlichen Fahrerlebnis. Ohne Türen wird die Luft gezielt durch zwei „Nüstern“ auf der Motorhaube zum Triebwerk geleitet – eine Kombination aus Funktionalität und Design. Frontdiffusor und spezielle Luftkanäle hinter den Vorderrädern reduzieren den Luftwiderstand und maximieren den Abtrieb. Die flache Unterseite und der Heckdiffusor sorgen in Verbindung mit dem Spoiler für höchste Stabilität. Je nach Konfiguration – Standard oder Track – erreicht der Stradale bis zu 820 kg Abtrieb. Die Umrüstung zwischen den Modi ist unkompliziert und kann selbst in der eigenen Garage vorgenommen werden. Mit nur 855 kg Gesamtgewicht setzt der Stradale auf innovative Materialien wie Prepreg-Carbon für die Monocoque-Struktur. Seine aerodynamische Effizienz und das präzise Fahrwerk ermöglichen eine seitliche Beschleunigung von über 2G. Im Heck arbeitet ein 2,3-Liter-Vierzylinder-Turbomotor von Ford, bekannt aus dem Focus RS. Als leichtestes verfügbares Turbo-Aggregat liefert er 400 PS und 500 Nm Drehmoment zwischen 3.000 und 5.000 U/min. Die Kombination aus quer eingebautem Mittelmotor und Heckantrieb sorgt für ein agiles, direktes Fahrverhalten. Dadurch sprintet der Stradale in nur 3,25 s von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. Zur Wahl steht ein manuelles Sechsganggetriebe oder ein intelligentes Schaltwippen-System mit Anti-Stall- und Over-Rev-Funktion.



Nur das Nötigste – Für die pure Konzentration auf die Straße
Der Innenraum des Dallara Stradale ist komplett aus Carbonfaser gefertigt und auf das Wesentliche reduziert. Die Sitze sind nicht verstellbar, dafür lassen sich Pedale und Lenkrad in der Länge anpassen. Das digitale Display liefert alle wichtigen Informationen zu Drehzahl, Geschwindigkeit und Rundenzeiten. Das Lenkmodul stammt direkt aus dem Rennsport, mit wichtigen Funktionstasten und einer 12-Uhr-Markierung für optimale Kontrolle. Trotz des puristischen Designs gibt es ein kleines Ablagefach und einen Becherhalter. Der Blinker wird per Taste aktiviert und muss manuell ausgeschaltet werden. Die einfache Klimaanlage sorgt für etwas Komfort, während die Rennwagen-Gurte den sportlichen Charakter unterstreichen. Der Einstieg in den Dallara Stradale erfordert etwas Geschick: Zunächst setzt man sich auf den Rand der Carbonkarosserie, führt das linke Bein ins Auto und platziert den Fuß auf der dafür vorgesehenen Sitzaussparung – die sogar dafür beschriftet ist. Anschließend folgt das rechte Bein, während die Füße dann im Fußraum positioniert werden. Die Pedale sollten vorher manuell über einen Hebel in der Tür eingestellt werden, sodass genügend Beinfreiheit bei dieser Gymnastik herrscht. Wer es besonders sportlich mag, kann den eleganten Weg überspringen und direkt mit einem Schwung ins Cockpit hopsen – ganz im Rennsportstil.


Pur und unverfälscht auf dem Asphalt
Das Fahrverhalten des Dallara Stradale ist kompromisslos auf Performance ausgelegt. Die extrem direkte Lenkung ohne Servo-Unterstützung ermöglicht ein präzises und unmittelbares Handling, das besonders auf der Rennstrecke seine Stärken ausspielt. Das Doppelkupplungsgetriebe zeigt leichte Verzögerungen, weshalb der manuelle Modus die bessere Wahl für eine dynamische Fahrweise ist. Mechanische Geräusche sind ungefiltert hörbar (ebenso die starke Motorabwärme direkt hinter dem Fahrersitz), was das puristische Fahrerlebnis unterstreicht. Die Bremsen greifen erst deutlich später als bei herkömmlichen Straßenfahrzeugen, was eine gewisse Eingewöhnung erfordert. Während der Stradale auf glatten Rennstrecken Höchstleistungen abliefert, kann seine kompromisslose Abstimmung auf unebenen Straßen weniger komfortabel wirken. Dieses Fahrzeug richtet sich klar an Enthusiasten, die ein unverfälschtes und direktes Fahrerlebnis suchen. Zusätzlich sind Windschutzscheibe und Dach nur als kostenpflichtige Extras erhältlich. Ohne diese beiden wird das Tragen eines Helms empfohlen. Praktischerweise befinden sich hinter den Sitzen spezielle Helmfächer.



Der Experte in der Chassis-Fabrikation
Dallara Automobili wurde 1972 von Gian Paolo Dallara in Varano de' Melegari, Italien, gegründet. Zuvor hatte Dallara bei Ferrari, Maserati und Lamborghini gearbeitet und war unter anderem an der Entwicklung des Miura beteiligt. Von Beginn an lag der Fokus des Unternehmens auf der Konstruktion hochentwickelter Rennwagen, insbesondere für Formel- und Prototypen-Serien. Seit den 1990er-Jahren ist Dallara der führende Chassis-Lieferant der IndyCar-Serie und liefert Fahrzeuge für zahlreiche Rennklassen, darunter Formel 3, Formel 2 und Formel E. Neben der Zusammenarbeit mit Marken wie Bugatti, Ferrari und KTM wagte Dallara 2017 den Schritt in den Straßenfahrzeugbau mit dem Dallara Stradale. Das Unternehmen gilt als Pionier im Bereich Aerodynamik und Leichtbau und betreibt eines der modernsten Windkanal- und Simulationszentren weltweit. Heute zählt Dallara zu den angesehensten Entwicklern im Motorsport und bleibt ein Innovationsführer der Branche. Der Dallara Stradale wird in drei Karosserievarianten angeboten: als Barchetta ohne Türen, als Targa mit abnehmbarem Dach und als geschlossenes Coupé. Produziert wird das Leichtbau-Sportfahrzeug in dem Firmensitz von Dallara in Varano de' Melegari. Die Produktion ist auf nur 600 Exemplare limitiert, was den Stradale zu einem exklusiven Modell macht. Der Preis startet bei 184.450 Euro, abhängig von der gewählten Ausstattung und Konfiguration.



