Ein neuer offener Sportwagen und schon ein Sammlerstück: Der Ferrari 296 Speciale A

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Ein neuer offener Sportwagen und schon ein Sammlerstück: Der Ferrari 296 Speciale A

Veröffentlicht am 1 Mai 2025

Mehr Rennsport, mehr Technik

Seit 2008 baut Ferrari fahrerorientierte Spider Modelle, die technologische Weiterentwicklungen mit dem offenen Fahrerlebnis verbinden. Der 296 Speciale A soll diese Linie erfolgreich fortführen. Als offene Variante des 296 GTS vereint er technische Merkmale und Konstruktionsprinzipien seiner Vorgänger – etwa des Scuderia 16M, 458 Speciale A und 488 Pista Spider – mit aktuellen Entwicklungen aus dem Rennsport. Der Plug-in-Hybridantrieb mit 880 PS, die aerodynamische Optimierung sowie der V6-Motor mit überarbeitetem Akustiksystem spiegeln den Fokus auf Leistung, Effizienz und Fahrdynamik wider. Das Fahrzeug basiert auf der Technik des 296 Challenge und nutzt Erkenntnisse aus Modellen wie dem 499P und dem SF90. Ziel ist ein präzises Fahrverhalten bei gleichzeitig hoher Alltagstauglichkeit. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der Einsatz von recyceltem Aluminium in der Fertigung, wodurch Ferrari die Produktion umweltfreundlicher gestaltet und gleichzeitig das Leichtbaukonzept für ein noch geringeres Fahrzeuggewicht verbessert. Die Vorgängermodelle des 296 Speciale A zählen heute zu den gesuchtesten Sammlerfahrzeugen der Marke. Vor diesem Hintergrund gilt auch der Speciale A bereits als heißer Kandidat für die Klassiker von morgen mit hoher Wertstabilität.

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Der offene Hybrid-Spider

Der Ferrari 296 Speciale A ist mit einem weiterentwickelten Plug-in-Hybridsystem ausgestattet, das aus einem 3,0-Liter-V6-Biturbo mit 120-Grad-Bankwinkel und einem Elektromotor besteht. Der V6-Heck-Mittelmotor leistet 700 PS, 37 PS mehr als im 296 GTS. Der Elektromotor, zwischen Verbrenner und dem optimierten 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe positioniert, steuert weitere knackige 180 PS bei. Die kombinierte Systemleistung beträgt 880 PS und liegt damit rund 50 PS höher als beim 296 GTS und 160 PS höher als beim 488 Pista Spider. Das maximale Drehmoment liegt bei 755 Nm bei 6.000 U/min, die Höchstdrehzahl bei 8.500 U/min. Die elektrische Reichweite beträgt bis zu 25 Kilometer bis 135 km/h, gespeist durch eine 7,45-kWh-Batterie. Und nicht zu vergessen: von 0 bis 100 km/h in 2,8 s, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h. Zur Reduzierung der rotierenden Massen und des Gesamtgewichts wurden diverse Motorkomponenten überarbeitet. Das Titan-Pleuel, eine nitrierte Stahl-Kurbelwelle, neue Kolben sowie ein neu bearbeiteter Motorblock senken das Motorgewicht um 9 kg, davon 2,2 kg bei den rotierenden Teilen. In Kombination mit Karosserieelementen aus Carbonfaser, leichten Türverkleidungen, speziellen Sitzen und Titan-Befestigungselementen ergibt sich eine Gesamtgewichtsreduktion von 50 kg gegenüber dem 296 GTS. Das Trockengewicht liegt bei 1.490 kg, das Leistungsgewicht bei 1,69 kg/PS: ein Bestwert für einen Ferrari Berlinetta Spider! Die Aerodynamik wurde umfassend überarbeitet und erzeugt nun bei 250 km/h einen Abtrieb von 435 kg, was einem Plus von 20 % gegenüber dem 296 GTS entspricht. Zu den aerodynamischen Maßnahmen zählen ein aktiver Heckflügel mit drei Betriebsmodi (Low Drag, Medium Downforce, High Downforce), vertikale Finnen, ein überarbeiteter Diffusor sowie Wirbelgeneratoren und eine CFD-optimierte Luftführung zur Reduktion von Turbulenzen im Cockpitbereich. Aero-Dämpfer, inspiriert vom 296 Challenge, erhöhen die Stabilität bei Lastwechseln. Im Fahrwerksbereich kommen leichtere Titan-Federn, GT3-Dämpfer und das ABS Evo-Bremssystem zum Einsatz. Die Karosserie liegt um fünf Millimeter tiefer, was den Wankwinkel um 13 % reduziert. In Kombination mit speziell angepassten Michelin Pilot Sport Cup 2 Reifen mit verstärkter Karkasse ergibt sich ein präziseres Fahrverhalten und eine um vier Prozent höhere Querbeschleunigung im Vergleich zum 296 GTS.

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Auf und Zu in 14 Sekunden

Bei so viel Technik soll aber die Alltagstauglichkeit nicht zu kurz kommen; immerhin dreht es sich hier um den Fahrspaß beim offenen Fahren. Der 296 Speciale A ist mit einem elektrisch einfahrbaren Hardtop ausgestattet, das sich in nur 14 s öffnen oder schließen lässt (auch während der Fahrt bei niedriger Geschwindigkeit). Eine absenkbare vertikale Glasscheibe hinter den Sitzen ermöglicht es, den Motorsound bei Bedarf intensiver wahrzunehmen – besonders, da er optimiert worden ist. Das Hardtop ist in dunkler Optik gehalten, was zusammen mit der klaren Trennung zwischen Cockpit und hinterem Bereich das sogenannte „Flying Bridge“-Thema unterstreicht. Der Innenraum ist rennsportorientiert gestaltet und setzt auf Materialien wie Alcantara und Sichtcarbon. Die Türverkleidungen sind minimalistisch gehalten und integrieren flache Lautsprechereinheiten. Ein zentrales gestalterisches Element bildet die freiliegende „Shift Gate“-Schaltkulisse, die an klassische Ferrari Modelle erinnert. Für die Außenlackierung stehen spezielle Livery-Optionen zur Verfügung, darunter beispielsweise Rosso Dino mit wählbaren Längsstreifen in Weiß. Optional kann das Fahrzeug mit individuellen Startnummern von 00 bis 99 versehen werden.

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